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Starker Etappensieg in der Exzellenzinitiative

Zwei eigen geführte Forschungsvorhaben und zwei mitbeantragte Projekte haben die erste Hürde der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern genommen.

Die Antragsskizzen für die Projekte: QuantumFrontiers (Light and Matter at the Quantum Frontier: Foundations and Applications in Metrology), Sprecher: Prof. Dr. Karsten Danzmann, Prof. Dr. Piet O. Schmidt, Prof. Dr. Andreas Waag, und Phoenix-D (Photonics, Optics, and Engineering Innovation - Across Disciplines), Sprecher: Prof. Dr. Uwe Morgner, Prof. Dr. Ludger Overmeyer, Prof. Dr. Wolfgang Kowalsky, wurden heute zum Vollantrag aufgefordert und haben damit Chancen, als Exzellenzcluster den Zuschlag für eine Förderung ab 1. Januar 2019 zu erhalten.

Phoenix-D (Sprecher: Prof. Dr. Uwe Morgner, Prof. Dr. Ludger Overmeyer, Prof. Dr. Wolfgang Kowalsky)

Optische Präzisionsgeräte schnell und kostengünstig aus additiver Fertigung wie 3D-Druck: Was wie eine Vision klingt, ist das Ziel des Forschungsverbundes Phoenix-D ("Photonics, Optics, and Engineering- Innovation Across Disciplines"). Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Maschinenbau, der Physik, der Elektrotechnik, Informatik und Chemie arbeiten gemeinsam an der Simulation, Fabrikation und Anwendung optischer Systeme. Bislang werden optische Linsen aus Glas und das umgebende Gehäuse in mehreren Arbeitsschritten - oftmals in Handarbeit - hergestellt. Die Fachleute der unterschiedlichen Disziplinen arbeiten in dem Forschungsverbund an einem digitalisierten Fertigungssystem, das individualisierte Produkte herstellen kann.

Das System eröffnet in der Anwendung weitreichende Möglichkeiten. In der Landwirtschaft etwa könnte der Einsatz von Chemie gegen Unkraut auf dem Acker minimiert werden. Durch die Präzisionsoptik kann ein Sensor die Pflanzen registrieren und Unkraut erkennen, das dann gezielt mit einem Laser zerstört werden kann. Für diese Anwendung sind optische Bauteile in der Herstellung bisher zu teuer. Auch individualisierte Optik für den medizinischen Bereich ist eine Anwendungsmöglichkeit. Zum Beispiel wird eine schnellere Blutanalyse zur Diagnostik von Krankheiten möglich. Die Phoenix-D-Initiative wurde vom Hannoverschen Zentrum für Optische Technologien (HOT) gestartet. Neben der Leibniz Universität Hannover sind die TU Braunschweig, das Laserzentrum Hannover und das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) Hannover beteiligt.

Das IMR freut sich im Bereich F ("Precision Metrology & Process Control")  Mitstreiter zu sein.

Weitere Informationen in der vollständigen Pressemitteilung der Leibniz Universität Hannover.